Nikotin als Neuroenhancer?

Im Sommer 1926 erschien im British Medical Journal ein Artikel des Mediziners Henry Moll von der University of Leeds, in dem er Nikotin­injektionen als Behandlungsansatz für das post­enzephalitische Parkinson-Syndrom beschrieb. Betroffene leiden nach einer Entzündung des Hirngewebes an Symptomen, die der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit bei der Parkinsonkrankheit gleichen, wobei dies allerdings nur eine Seite des Körpers betrifft. Es kommt zwar durch Nikotin nicht zu einer Heilung, aber immerhin kann dieser Therapieansatz die Symptome deutlich lindern.
Das liegt daran, dass Nikotin an Rezeptoren im Gehirn andockt und so eine entspannende Wirkung entfaltet und daneben auch die kognitive Leistungsfähigkeit erhöht. Klinischer Studien liefern allerdings inkonsistente Ergebnisse, was darauf hindeutet, dass nur bestimmte Personen­gruppen von Nikotin profitieren.

Literatur

https://www.spektrum.de/magazin/neuroenhancer-nikotin/1920010 (21-09-28)