Ganzheitlicher Ansatz zum Verständnis des menschlichen Verhaltens notwendig

Wenn man menschliches Handeln verstehen will, dann gehören Verhalten, Denken und Fühlen zusammen, darum werden in der Psychologie Emotionen, Stimmungen, Gefühle und Motivationen als Forschungsgegenstand ernst genommen, denn sie zeigen, was Menschen wichtig ist und wie sie die Welt interpretieren. Affektive Prozesse werden inzwischen übrigens nicht nur in der Psychologie erforscht, sondern auch in den Neurowissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften, den Sozialwissenschaften, der Informatik und der Forschung zur künstlichen Intelligenz. Affektive Prozesse wurden in der Wissenschaft lange ignoriert bzw. unterschätzt, da sie als irrational, nicht messbar oder einfach als wenig erklärend galten, wobei auch in der Psychologie der Menschen unter dem Paradigma des Behaviorismus zunächst als Produkt seiner Umgebung oder Umwelt erklärt wurde, erst im Kognitivismus wandte sich die Forschung der Informationsverarbeitung und den Denkprozessen zu. Der in der Psychologie als kognitive Wende bezeichnete Wechsel von behavioristischen zu kogniti­vistischen Lernansätzen fand in den sechziger Jahren statt, wobei Lernen als Bildung komplexer mentaler Modelle und Wissenstrukturen verstanden wird bzw. als interne Verar­beitungsprozesse von externen, objektiv vorhandenen Fakten. Angeregt wurde die kognitive Wende auch durch gesellschaftliche Bedingungen und vom Wunsch nach einem wissenschaftlichem Theorieansatz über das Denken, der den mittlerweile besser erforschten biologischen Bedingungen Rechnung trägt, dabei aber auch die Vorstellung vom Menschen als informationsverarbeitendem Organismus berücksichtigt.

Literatur

https://research-news.org/2021/06/24/emotionsforschung-besser-verstehen-wie-wir-ticken/ (21-06-25)


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