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Perfekte Körper in den Medien

Der Sexualberater Thomas Radauer von der Sexualberatungsstelle Salzburg sagte in einem Interview, dass sich viele wegen ihres Körpers schämen, wobei Werbung, Magazine und soziale Netzwerke dazu beitragen, ein falsches Körperbild zu vermitteln. Vor allem bei Frauen steigt die Unsicherheit und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Zwar liegt es in der Natur des Menschen, sich für das Schöne zu begeistern, doch werden vor allem in der Werbung, in Magazinen und sozialen Medien geschönte und nur wunderbare Körper gezeigt, wobei diese perfekten Körperbilder auch aus der Pornografie zunehmende Körper-Unsicherheit und Leistungsdruck bei der Sexualität verursachen. Dadurch neigen vor allem Frauen dazu, überkritisch mit sich selbst ins Gericht zu gehen, denn ihr ganzer Körper gefällt ihnen nicht, ihr Gesicht oder einzelne Teile wie der Bauch oder der Po werden als unzureichend angesehen. Auch der Intimbereich wird an den Bildern aus dem Internet gemessen, sodass es Unzufriedenheit mit dem Intimbereich entsteht, denn Frauen werden dann auch von ihren Sexualpartnern verunsichert, wie ‚frau‘ im Intimbereich auszusehen hat. Vor allem junge Männer, die wenig sexuelle Erfahrung und damit reale Vergleiche haben, sehen die Bilder im Internet als Realität und messen Frauen daran. Aber auch Männer sorgen sich zunehmend um ihr Genital, ob etwa der eigene Penis normal sei. Dadurch entstehen psychische Belastungen aufgrund vermeintlich körperlicher Defizite, die so dominant werden können, dass die sexuelle Lust abflacht oder erlischt.

Literatur

https://salzburg.orf.at/stories/3147439/ (22-03-14)