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Die fünf Gehirn-Typen nach Daniel D. Amen

    Nach einem Artikel in einer Illustrierten gibt es fünf Gehirn-Typen, die das menschliche Glücksempfinden beeinflussen bzw. die Art und Weise, wie Menschen Glück empfinden. Demnach sind 40 Prozent genetisch bedingt, wie man Zufriedenheit und auch Glück empfindet. Der US-Neurowissenschaftler und Psychiater Dr. Daniel Amen hat auf der Basis von zweihunderttausend Gehirn-Scans fünf verschiedene Typen identifiziert, die ganz unterschiedliche Dinge glücklich machen.

    Der erste Typ hat ein ausgeglichenes Gehirn, das symmetrische und gut ausbalancierte Bewegung in allen Bereichen aufweist. Wenn man zu diesem Typen gehört, ist man vermutlich fokussiert, flexibel, gut organisiert und emotional stabil. Dieser ausgeglichene Gehirn-Typ hat außerdem die Tendenz, größtenteils glücklich und zufrieden zu sein, und weist eine hohe Resilienz auf.

    Der hartnäckige Gehirn-Typ weist besonders viel Aktivität im anterioren cingulären Cortex auf, einem Bereich der Großhirnrinde, sodass diese Menschen meist einen sehr starken Willen haben und ziemlich stur sind. Damit sie glücklich sind, brauchen sie vor allem Routine und das Gefühl, die Kontrolle zu haben, denn mit plötzlichen Veränderungen können sie nicht gut umgehen und neigen außerdem zum Grübeln.

    Wer im vorderen Bereich des Gehirns, dem präfrontalen Cortex, eher geringe Aktivität zeigt, gehört in der Regel dem spontanen Gehirn-Typen an. Diesen zeichnen vor allem seine Abenteuerlust und Kreativität aus. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass der spontane Typ auch einmal impulsiv und unorganisiert sein kann und sich schnell langweilt, d. h., er braucht ständig einen neuen Kick, um Glück zu empfinden.

    Der sensible Gehirn-Typ zeigt viel Aktivität im limbischen System, dem emotionalen Zentrum des Gehirns. Dieser sensible Gehirn-Typ fühlt sehr tief und riskiert deshalb, schnell verletzt zu werden. Er hat außerdem eine gewisse Neigung zu negativen Gedankenspiralen, die im schlimmsten Fall in einer Depression enden können. Diesem Typen helfen Achtsamkeitsübungen, Gespräche mit Freunden und Freundinnen oder Zeit in der Natur, um glücklich zu sein. Small Talk, ein Gefühl der Isolation und laute Geräusche wiederum stressen den sensiblen Gehirn-Typen.

    Der fünfte Typ ist der vorsichtige Gehirn-Typ, der die größte Aktivität in den Basalganglien und in der Amygdala aufweist. Wer sich zu diesem Typen zählt, ist meist zuverlässig, bereitet sich stets gut vor, aber neigt auch zu Ängsten. Der vorsichtige Typ stellt To-dos am liebsten (über-)pünktlich fertig und trifft wichtige Entscheidungen eigentlich nie ohne Pro-Kontra-Liste. Um sich glücklich zu fühlen, braucht er ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Stress, Chaos und eine nicht enden wollende Aufgabenliste stressen diesen ängstlichen Typen genauso wie negative Nachrichten.

    Literatur

    https://www.gala.de/lifestyle/liebe/so-beeinflussen-die-5-gehirn-typen-unsere-zufriedenheit-22614026.html (22-09-02)