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Das Montessori-Konzept in der Erziehung

Der wichtigste Leitgedanke der Montessori-Methode ist, dass jedes Kind ein „Baumeister seiner selbst“ ist. Daher weiß es selbst am besten, wann es bereit ist, bestimmte Fähigkeiten zu erlernen. Einige der wichtigsten Montessori-Grundsätze lauten wie folgt …

Montessori-Grundsatz 1: Lerne in deinem eigenen Tempo!

Rechnen, Lesen oder Schreiben? Bei Montessori entscheidet jedes Kind selbst, was es zu einem bestimmten Zeitpunkt tun möchte. Natürlich gibt es auch Lektionen mit konventionellem Unterricht, aber die meiste Zeit gibt es „Freiarbeit“. In dieser Zeit wählen die Kinder selbst (aus einem vorgegebenen Rahmen), was sie tun wollen, wie lange und wie intensiv.

Montessori-Prinzip 2: Eine vorbereitete Umgebung!

Damit die Kinder sich gut auf ihre Aufgaben konzentrieren können, brauchen sie eine strukturierte, klare Umgebung. Jeder Gegenstand hat seinen festen Platz, und die Lernmaterialien sind für jedes Kind leicht zu finden und zu erreichen. Überfüllte Räume mit allerlei Schnickschnack? In Montessori-Einrichtungen gibt es so etwas nicht!

Montessori-Grundsatz 3: Hilf mir, es selbst zu tun!

Dieser Leitsatz spielt in der Montessori-Pädagogik eine besonders wichtige Rolle. Die Kinder sollen lernen, Aufgaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst zu erledigen. Die Erwachsenen leiten sie nur an und unterstützen sie, wenn es nötig ist. Auf diese Weise entwickeln die Kinder schnell Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Im Allgemeinen haben die Pädagogen bei Montessori – anders als im klassischen Frontalunterricht – eher die Rolle von Beobachtern im Hintergrund.

Montessori-Prinzip 4: Klassen mit unterschiedlichen Altersstufen!

In Montessori-Einrichtungen werden meist mehrere Altersgruppen gemeinsam unterrichtet. Der Vorteil: Die Kleinen können von den Großen lernen – und oft auch umgekehrt!

Montessori-Prinzip 5: Keine Noten!

Erst in höheren Klassenstufen erhalten Kinder in Montessori-Schulen ein „richtiges“ Zeugnis. In den ersten Jahren gibt es statt Noten allgemeine Beurteilungen und individuelle Fehlerkontrollen. So lernen die Kleinen, sich selbst besser einzuschätzen, ohne den Druck von Noten und Drohungen.

Montessori-Prinzip 6: Materialien aus der Montessori-Lernwelt!

Das Arbeitsmaterial spielt bei Montessori eine zentrale Rolle. Die meisten Materialien, die heute verwendet werden, gehen noch auf Maria Montessori selbst zurück. Dazu gehören: Holzwürfel, Perlen und Stäbe für Rechen- oder Leserätsel. Viele der Materialien befassen sich auch mit „Übungen des täglichen Lebens“, wie z. B. Holzrahmen mit Knöpfen und Schleifen.

Literatur

Hammerer, F. (2002). Montessori-Pädagogik – ein Weg zu Selbstständigkeit und Kompetenz. Erziehung und Unterricht, 152, 302-313.
Stangl, W. (2011). Montessori-Pädagogik .
WWW: https://psychologie.stangl.eu/praesentation/montessori.shtml (11-02-09)
Stangl, W. (2022, 31. März). Montessori-Pädagogik. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
https://lexikon.stangl.eu/13282/montessori-paedagogik.

https://www.woman.at/a/montessori (11-02-09)