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Warum rinnt im Winter die Nase?

Die Nase reagiert auf ihre Umgebung ähnlich wie auf Staub, d.h. sie läuft bei jeder Temperaturänderung, denn die Nase dient nicht nur zum Riechen, sondern erfüllt auch die Funktionen Reinigen, Befeuchten und Wärmen. Bei Kälte melden die Temperatursensoren in der Nase dem Gehirn eine Untertemperatur, worauf das Gehirn mit einem Heizbefehl reagiert, wodurch sich die Blutgefäße erweitern und warmes Blut über die Nasenmuscheln strömt. Dieser Reflex bewirkt, dass die Nasenmuscheln anschwellen und die Luft erwärmen, damit die kalte Luft die Bronchien nicht reizt. Gleichzeitig steigt auch die Sekretproduktion, um die Schleimhäute feucht zu halten, obwohl der Kältereiz dazu führen kann, dass die Schleimproduktion so hoch wird, dass der normale Abfluss in den Rachen nicht mehr vollständig funktioniert. Nasenlaufen ist bei Menschen mit intakten Schleimhäuten etwas ganz Normales. Nur bei jahrelangem Nasenspray-Missbrauch, sehr starkem Nikotinabusus oder nach Operationen erfüllt die Nase diese wichtige Funktion nicht mehr.

Literatur

Stangl, W. (2022, 28. Februar). olfaktorische Wahrnehmung. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
https:// lexikon.stangl.eu/6452/olfaktorische-wahrnehmung