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Ortszellen und Gitterzellen

Damit sich der Mensch in seiner Umgebung, z. B. in einem Wald oder einer unbekannten Umgebung, zurechtfindet, gibt es im Gehirn so genannte Ortszellen, die sich im Hippocampus befinden, der Region des Gehirns, die für das Gedächtnis und das Lernen zuständig ist. Mit Hilfe der Ortszellen können mentale Karten erstellt und im Gehirn gespeichert werden, die später zur Orientierung genutzt werden können. Darüber hinaus gibt es im Gehirn die Gitterzellen, eine Art Koordinatensystem, das ein Gefühl für Entfernungen zwischen Orten vermittelt. Dank der Orts- und Gitterzellen kann sich der Mensch in seiner Umgebung präzise bewegen und wieder zurechtfinden. Diese beiden Bereiche nutzten die frühen Menschen vor allem bei der Nahrungssuche, für die sie weite Strecken zurücklegen mussten, weil sie sich durch diese beiden Zelltypen besonders ergiebige Jagdgebiete, sichere Schlafplätze oder flache Stellen an Flüssen einprägten. Da diese Bewegungsformen heute weitgehend verschwunden sind, müssen, um diese Fähigkeiten aktiv zu halten, Ausflüge in die Natur ohne Navigationsgeräte oder technische Hilfsmittel unternommen werden. Besonders wichtig ist es, dabei die Umgebung aktiv wahrzunehmen, etwa die Himmelsrichtung, den Sonnenstand oder die Wuchsrichtung von Bäumen.