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Farbpsychologie in Räumen

    Studien aus den Neurowissenschaften und der Psychologie belegen, dass ganz unterschiedliche Regionen aktiviert werden, je nachdem, ob Menschen von kalten oder warmen Farben umgeben sind, wobei nicht nur die Augen von Bedeutung sind, sondern auch die Haut besitzt eine vergleichbare Lichtempfindlichkeit wie die Retina. Die Farbe Rot etwa beschleunigt Puls und Blutdruck, erhöht den Hautwiderstand sowie die Muskelkraftt. Nach der gängigen psychologischen Farbenlehre soll Weiß einsam machen, denn nach Ansicht etwa von Jean-Gabriel Causse (Farbdesigner) taugt Weiß nur für Sanitäranlagen und Küchen, d. h., es ist eine gute Farbe für Orte, an denen ein Gefühl von Hygiene wichtig ist, während in farblosen Büros aber die Produktivität schwindet und die Krankenstände sich erhöhen.

    Einfluss nehmen Farben auch auf die gefühlte Raumtemperatur, denn ein rot-oranger Arbeitsraum wird um drei bis vier Grad wärmer empfunden als ein blau-grüner. In einem Raum mit warmen Wandfarben scheint asuch die Zeit schneller zu vergehen, während vor dem Computer-Bildschirm die Downloadzeit kürzer erscheint, wenn sie von kalten Farben wie etwa blau begleitet wird.

    Nach Ansicht von Experten ist die biologische Funktion von Farben, den Körper auf erwartete Ereignisse einzustellen, was über Emotionen aber auch über Hormone funktioniert. Die optimalen Wohlfühlfarben sind danach Erdpigmente und mineralische Farben in Holz- und Terrakottatönen, aber auch erdige Grünnuancen.

    Literatur

    Mauthner-Weber, S. (2022). Psychologische Farbenlehre: „Weiß macht einsam“. Kurier vom 13. Dezember.