Der berüchtigte Jojo-Effekt nach einer Diät ist nicht bloß eine Frage der Disziplin, sondern tief in den menschlichen Zellen verwurzelt. Wie aktuelle Forschungen zeigen, verschwinden Fettzellen bei einer Gewichtsabnahme nicht einfach, sondern schrumpfen lediglich wie entleerte Luftballons. Das eigentliche Problem liegt jedoch in ihrem epigenetischen Gedächtnis: Studien an ehemals adipösen Menschen belegen, dass die Genaktivität in den Zellen selbst nach massivem Gewichtsverlust in einem Zustand verharrt, der auf Übergewicht programmiert ist. Gene, die den Stoffwechsel, die Fettspeicherung und sogar Entzündungsprozesse regulieren, bleiben weiterhin so aktiv, als bestünde das Übergewicht noch immer. Versuche mit Mäusen untermauern diesen Befund und zeigen, dass der Körper nach vorangegangenen Diäten bei erneuter Kalorienzufuhr sogar noch schneller Fett ansetzt. Da Fettzellen eine beachtliche Lebensdauer von etwa zehn Jahren haben, bleibt diese biologische Prägung langfristig bestehen. Für den dauerhaften Abnehmerfolg bedeutet dies, dass man gegen ein hartnäckiges Zellgedächtnis anarbeitet und den gesunden Lebensstil über einen sehr langen Zeitraum konsequent beibehalten muss, um den Körper quasi umzuprogrammieren.
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