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Blaue, schwarze und weiße Lügen

    Man spricht von „weißen Lügen„, wenn Unwahrheiten positive Folgen für andere haben und das Zusammenleben erleichtern, also um die gut gemeinte Notlüge. Man will mit dieser Form der Lü+ge bestätigen, bestärken, erfreuen, seine Wertschätzung ausdrücken und eine gute Stimmung erzeugen.
    Es gibt daneben „blaue Lügen“, die Menschen helfen sollen, wobei man lügt oder etwas verschweigt, um jemand anderen nicht zu verraten. Auch diese Form der Lüge geschieht in erster Linie aus nicht-egoistischen Motiven, denn man bringt sich dadurch sogar selbst in Gefahr, als Lügner dazustehen.
    Selbstsüchtige Lügen hingegen geschehen aus egoistischen Motiven, man verspricht sich davon einen persönlichen Nutzen und nimmt den Schaden für andere in Kauf. Diese „schwarzen Lügen“ dienen nur dem Lügner, wobei man sich mit harmlosen schwarzen Lügen in ein besseres Licht stellen will. Der Schaden hält sich dabei meist in Grenzen, auch wenn man damit befördert, dass sich andere etwa in den sozialen Medien im Vergleich minderwertig fühlen. Solche Lügner geraten leicht ins soziale Abseits, denn früher oder später fliegen schwarze Lügen auf und sorgen für Empörung, Ächtung und Ausgrenzung (Scheuermann, 2021).

    Literatur

    Scheuermann, U. (2021). Weshalb Lügen zu Unrecht einen schlechten Ruf haben.
    WWW: https://www.t-online.de/gesundheit/id_90735048/weshalb-luegen-zu-unrecht-einen-schlechten-ruf-haben-kolumne.html (21-09-05)