Um Vorhaben trotz mangelnden Antriebs erfolgreich umzusetzen, bedarf es einer gezielten Selbststeuerung, wie sie das wissenschaftlich fundierte WOOP-Konzept bietet. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass reines positives Denken zum Ziel führt, zeigen die Untersuchungen der Psychologen Gabriele Oettingen und Peter Gollwitzer, dass pures Träumen die Tatkraft eher hemmt, da es die Erreichung des Ziels gedanklich bereits vorwegnimmt und somit den Handlungsdruck senkt.
Das WOOP-Modell setzt stattdessen auf das Prinzip der sogenannten mentalen Kontrastierung. Dabei wird zunächst ein konkreter Wunsch definiert und dessen positives Ergebnis visualisiert, woraufhin jedoch unmittelbar die bewusste Identifikation der inneren Hindernisse folgt, die der Realisierung im Wege stehen könnten. Ergänzt wird dieser Prozess durch die Formulierung von Wenn-dann-Plänen, die als konkrete Handlungsanweisungen für schwierige Situationen dienen.
Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit dieses Ansatzes: Während die Methode beispielsweise bei der langfristigen Ernährungsumstellung beachtliche Erfolge erzielt, zeigt sich im Bereich des Sports, dass für eine dauerhafte Verhaltensänderung eine regelmäßige Anwendung nötig ist. Metaanalysen verdeutlichen zudem, dass insbesondere die Konfrontation des Wunsches mit der Realität – also das Erkennen der eigenen Barrieren – der entscheidende Faktor ist, um von der bloßen Vorstellung in eine effektive Umsetzung zu gelangen.
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