Wie man mit Gegenfragen umgeht

Die wichtigsten Effekte von Gegenfragen sind der Zeitgewinn, das Einholen zusätzlicher Informationen, das bloße Weitergeben der Frage, die Sicherstellung des gemeinsamen Verständnisses aber auch die Unterbrechung des Gesprächsflusses. Mit Gegenfragen kann man sich in hitzigen Gesprächen daher etwas Luft verschaffen, denn das ist vor allem dann angebracht, wenn man den Eindruck hat, das Gegenüber stellt eine Frage mit suggestiv-vorwurfsvollem Hintergrund. Man spürt dabei, dass das Gegenüber eine Frage nur deshalb stellt, weil er oder sie schon ein negatives Verhalten oder einen Fehler vermutet. Bei solchen suggestiv-vorwurfsvollen Frage sollte man dann immer mit einer Gegenfrage antworten, die bewirken kann, dass der Gegenüber über die eigenen Worte nochmal nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass er oder sie zu Unrecht ein Fehlverhalten unterstellt hat. Allerdings kann eine Gegenfrage durchaus als Affront aufgefasst werden kann und eskalierend wirken.

Literatur

Stangl, W. (2017). Präsentations- und Vortragstechnik:Rhetorik. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: https://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PRAESENTATION/rhetorik.shtml (17-11-06).