Biomagnetische Gehirnforschung bezeichnet die wissenschaftliche Untersuchung der magnetischen Felder, die durch die elektrische Aktivität von Nervenzellen im menschlichen Gehirn entstehen. Wenn Neuronen feuern, fließen winzige elektrische Ströme, die messbare Magnetfelder erzeugen. Mithilfe hochsensitiver Quantensensoren können diese Felder erfasst und analysiert werden, um Einblicke in die Funktionsweise des Gehirns zu gewinnen.
Ein zentrales Verfahren ist die Magnetoenzephalographie (MEG), die Hirnaktivität in Echtzeit und mit hoher räumlicher Auflösung sichtbar macht. Neueste Entwicklungen basieren auf optisch gepumpten Magnetometern (OPMs), die ohne Kühlung auskommen und direkt am Kopf getragen werden können. Diese Technologie erlaubt präzisere und patientenfreundlichere Messungen, auch bei Bewegungen, und wird zunehmend in der Erforschung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen wie Epilepsie, Parkinson oder Schizophrenie eingesetzt. E
inrichtungen wie das OPM-MEG-Zentrum der Charité und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) verbinden klinische Neurowissenschaften mit moderner Quantensensorik, um neue Diagnose- und Behandlungsmethoden zu entwickeln und die Schnittstelle zwischen Quantenmetrologie, Medizin und Technologie voranzutreiben.
Hören Sie hinein in die neueste Folge unseres Podcasts:
Empfehlen Sie unsere Podcasts weiter!