Zum Inhalt springen

Birding hat Auswirkungen auf das menschliche Gehirn

    Anzeige

    Eine Studie der York University in Toronto zeigt, dass die intensive Beschäftigung mit der Vogelwelt das Gehirn messbar verändert und es sogar langsamer altern lässt. Bei erfahrenen Vogelbeobachtern sind Gehirnareale, die für die visuelle Verarbeitung, Aufmerksamkeit und das Gedächtnis zuständig sind, nicht nur aktiver, sondern auch strukturell komplexer und besser organisiert als bei Anfängern. Dieser Effekt wird als Aufbau einer kognitiven Reserve interpretiert, die das Gehirn widerstandsfähiger gegen altersbedingten Abbau macht. Dabei ist es wohl weniger der Vogel an sich, sondern die komplexe kognitive Herausforderung, sehr ähnliche Arten unter Zeitdruck voneinander zu unterscheiden, die diesen Trainingseffekt bewirkt. Auch wenn die Forschenden betonen, dass die Studie nur eine Momentaufnahme liefert und andere Hobbys mit vergleichbaren Anforderungen vermutlich denselben Nutzen bringen, bleibt die Erkenntnis: Wer mit dem Fernglas genau hinschaut, trainiert ein erstaunlich breites Repertoire an geistigen Fähigkeiten.

    Anmerkung: Professionelle Musikerinnen und Musiker zeigen strukturelle Anpassungen in Hirnregionen, die am Hören beteiligt sind. Sportlerinnen und Sportler weisen vergleichbare Veränderungen in motorischen Arealen auf. Die Grundlage dafür ist die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Lernen neu zu organisieren, relevante Verbindungen zu stärken und ganze Netzwerke effizienter zu gestalten.


    Hören Sie hinein in die neueste Folge unseres Podcasts:
    Empfehlen Sie unsere Podcasts weiter! 

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert