Intrusive Gedanken sind plötzliche, ungewollte und oft beängstigende Vorstellungen, die im Widerspruch zu den eigenen Werten stehen, aber in der Regel kein Zeichen für eine psychische Erkrankung sind. Da fast jeder Mensch solche absurden oder unangenehmen Impulse gelegentlich erlebt, gelten sie als normales Phänomen des Gehirns, das besonders durch Stress, Ängste oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden kann.
Wichtig für den Umgang mit diesen Gedanken ist die Erkenntnis, dass sie keine tatsächlichen Absichten widerspiegeln und man sich nicht für sie verurteilen sollte. Statt aktiv gegen sie anzukämpfen, was sie oft nur verstärkt, hilft es, sie lediglich als aufdringliche Gedanken wahrzunehmen und vorbeiziehen zu lassen. Erst wenn die Gedanken den Alltag massiv beeinträchtigen oder der Drang zur Umsetzung entsteht, ist professionelle psychologische Hilfe ratsam.
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